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Private Andacht im christlichen Mittelalter – zur Geschichte der Andachtsbildchen

Andachstbildchen Byzanz Metropolitan Museum

Jungfrau Maria, Anhänger, Konstantinopel, ca. 1100, Gold, Email

So viel über die öffentliche Ausübung der christlichen Religion durch die Jahrhunderte bekannt ist, so versteckt bleibt das Wissen über Andacht und Gottesbegegnung im privaten Raum. Aber es gibt Hinweise und vor allem Artefakte, die ein wenig Licht auf die Kultur privaten Glaubenslebens werfen. Einige Kostbarkeiten aus Holz oder Spitze, aus Seide oder Baumwolle, aus Blech oder Glas waren in früheren Zeiten haben sich durch die Jahrhunderte erhalten und strömen nach wie vor eine große Aura aus. Im Mittelalter stärkten Christen ihren Glauben einerseits in öffentlichen Ritualen, wie dem Gottesdienst und dem gemeinsamen Feiern der Eucharistie in den neu erbauten oder sorgsam gepflegten Kirchen. Doch auch in privaten Kapellen, einer Mönchszelle oder einem Winkel des eigenen Hauses schufen die Gläubigen private Begegnungszonen mit den himmlischen Mächten. Bis heute hat sich der Herrgottswinkel in vielen Häusern vor allem im alpinen Raum erhalten. Es ist weit mehr als ein Schutzzeichen, es ist ein Ort der Zuflucht, der Anbetung, des Heiligen mitten im Alltag. So gab es nach einem Artikel des Metropolitan Museum of Art, New York, auch im Mittelalter Zonen für Menschen, wo sie ihren Glauben zu vertiefen suchten. Orte der Ruhe und Meditation, des Gebets und Dialogs mit Gott. Psalter oder private Gebetsbücher von Mönchen per Hand geschrieben, erschienen.

Meist vom Umfang her eher kleine Bildchen halfen bei den geistigen Übungen. Sie boten einen greifbaren Gegenstand, gaben dem Subjekt der Anbetung Umrisse, und halfen bei der Konzentration. Im Mittelalter wurden solche Bilder je nach Vermögen und Rang des Besitzers in allen möglichen Materialien produziert: „von Pergament bis Gold, von Elfenbein bis Ton.“ Erzählungen, meist aus dem Neuen Testament, aus der Lebens- und Leidensgeschichte von Jesus Christus, wurden darauf gemalt oder in die Oberfläche geschnitzt. Aber das Material und die Ausführung waren nicht der Grund für die innige Behandlung dieser Gegenstände, die die Menschen manchmal andauernd bei sich nah am Körper trugen, die sie durch das ganze Leben begleiteten, die sie wiederholt küssten und zärtlich berührten, vor allem, wenn sie vor schwierigen Aufgaben standen oder Krisen zu überwinden hatten. Manchmal bargen diese Andachtsgegenstände sogar Reliquien eines Heiligen. Spuren der Verehrung sind in den meisten erhaltenen Artefakten zu sehen, so sehr, dass manche Schnitzerei kaum noch erkennbar ist.

Die Bilder versicherten den Gläubigen auf eine gewisse Art der Anwesenheit der darauf Abgebildeten im Hier und Jetzt. Dies ist eine originäre Funktion von Andachtsbildchen und das macht sie, wie überhaupt alle Devotionalien, so einzigartig. Vermutlich auch darum sind sie äußerst selten Gegenstand kunsthistorischer Betrachtung.

Den Andachtsbildchen wurde oft eine besondere Kraft, die Nähe Gottes zu erfahren, zugeschrieben. Es ist mir nicht bekannt, ob diese Kraft als auf einen anderen Menschen, etwa einen Erben übertragbar angesehen wurde. Möglicherweise gab es den ein oder anderen Andachtsgegenstand, der in einer Familie über Generationen weitergegeben wurde. Ich spreche nicht von Reliquien, deren Kraftzuschreibung übertragen werden kann, sondern von diesen kleinen persönlichen, oft rührend-naiven Andachtsbildchen, deren Besitzer überzeugt sind, Gott dadurch etwas mehr verbunden zu sein. Wenn es auch in christlicher Hinsicht nicht zum Glauben gehört, und eher kritisch betrachtet werden sollte, glaubten doch viele Menschen sich durch diese Gegenstände Gott näher. Im Christentum werden von Menschen gemachten Dingen selbst prinzipiell keine Kräfte zugeschrieben, daher gibt es auch keine christlichen Amulette oder „Glücksbringer“. Glücklicherweise unterband zumindest die katholische Kirche diese Art der Volksfrömmigkeit und privaten Andachtskultur niemals wirklich. Gott – in welcher Form auch immer – in den Alltag zu holen, kann nicht unchristlich sein. Wenn man künstlerische Dinge noch um den Bereich des Heiligen überhöht, und zwar so sehr, dass für den Einzelnen letztlich nur mehr dieser überhöhte Sinn darin wichtig ist, ist dies ein Zeichen allerfeinster Kultiviertheit. Ich werde aber darüber weiter recherchieren und hier berichten.

Quelle: Department of Medieval Art and The Cloisters. “Private Devotion in Medieval Christianity.” In Heilbrunn Timeline of Art History. New York: The Metropolitan Museum of Art, 2000–. http://www.metmuseum.org/toah/hd/priv/hd_priv.htm (October 2001)

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Hochzeitsgeschenke Steiermark Landkarte

Geschenke personalisiert Steiermark
Die Landkarte ist im Querformat. Hier ist die Hintergrundfarbe Nr 10 Bergnacht in meiner Palette

Um eine tolle Landkarte reicher ist unsere Galerie heute geworden. Die personalisierbaren Landkarten sind perfekte Hochzeitsgeschenke für Paare in der Steiermark oder für Steirer, die nun anderswo leben. Ein Symbol wie ein Herz oder ein Vogelpaar weist auf einen bestimmten Ort in der Steiermark hin. Die Steiermark ist im Querformat dargestellt. Hier können Sie dieses Geschenk Steiermark online bestellen. 

Hochzeitsgeschenke personalisierbar sind en vogue

Der Trend der Zukunft im Wohndesign – so etwa Philippe Starck, der berühmte Pariser Designer – ist „Customizing“. Das verriet er „Elle Decoration“ im Jänner 2016. So nennt er personalisierbare Produkte. „Die Menschen möchten Farbe und Form ihrer Produkte individuell bestimmen“. Immer mehr Möglichkeiten zur Anpassung an die eigenen Wunschvorstellungen bieten auch Druckereien und Designer von Wanddekorationen. Ein persönliches und einzigartiges Objekt als Blickfang im Wohnzimmer, in der Küche oder im Schlafzimmer weckt Erinnerungen und ruft unvergessliche Augenblicke ins Gedächtnis. Sie zaubern ein Lächeln ins Gesicht und sind darum geschätzte Geschenkideen, die lange Freude machen. Einen Überblick über bereits erhältliche Landkarten als Hochzeitsgeschenkidee erhalten Sie hier. Es kommen laufend neue Landkarten hinzu und ich erstelle auch eine Karte nach Ihren Wünschen. Teilen Sie mir via eMail an office@wonnereich.com Ihre Wunschregion mit, ich prüfe die Möglichkeit und erstelle ein Angebot.

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Neue Motive: Landkarten Niederösterreich und Burgenland perfekte Hochzeitsgeschenke

Geschenke Niederösterreich Hochzeit Geburtstag
Landkarte von Niederösterreich als Hochzeitsgeschenk personalisierbar, hier Farbe 1 Rosenquarz

Im bald anbrechenden Wonnemonat Mai kommt diese Geschenkidee gerade zur rechten Zeit: Zwei neue Landkartenmotive in der Fine Art Kategorie, die beide auch zum Download gestaltet werden können. Das Burgenland mit seiner langen, schlanken Form und Niederösterreich mit der ausgesparten Bundeshauptstadt Wien sind so hübsche Formen, die in jeder Farbgebung fantastisch aussehen. Natürlich sind sie als Hochzeitsgeschenke ideal, aber auch zum Geburtstag oder zum Jahrestag, zur Ehrung eines Vereinsmitglieds oder zum Auszug machen sie mit der durch ein Symbol hervorgehobenen Stadt viel Freude.

Handgemachter Altholzrahmen
Ein Altholzrahmen passt besonders gut zu Wonnereich Landkarten auf William Turner Papier, hier am Beispiel Burgenland (Farbe 18 Milchbraun)
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Landkartenmotiv Fine Art Print Oberösterreich perfektes Hochzeitsgeschenk

Typisch oberösterreichische Geschenke Hochzeitsgeschenke

Eine besondere Geschenkidee für alle Oberösterreicher – die Silhouette des Landes mit mehrfacher Möglichkeit zur Personalisierung: Namen und Datum, wenn man einem Paar ein Geschenk machen möchte oder seinen Partner oder die Partnerin an ein besonders schönes Ereignis erinnern möchte. Wählen Sie einen Farbton aus 18 Möglichkeiten oder senden Sie mir Ihre Wunschfarbe per eMail zu. Außerdem können Sie noch eine persönliche Zahlenkombination im Datumformat wählen. Ob Sie sich für eine Geheimbotschaft entscheiden oder an den Hochzeitstag erinnern möchten – in jedem Fall wird dieses persönliche und ungewöhnliche Geschenk sehr viel Freude machen. Personalisieren Sie das typisch oberösterreichische Geschenk hier.